70 Jahre Kemppi

Eine Erfolgsgeschichte über Familie, Arbeit und Kreativität, aber auch über Technologie, Leidenschaft und fachkundige Menschen.

Die Geschichte von Kemppi über die Entstehung eines der weltweit renommiertesten Unternehmen in der Schweißbranche erstreckt sich über drei Generationen. Es ist eine Geschichte über harte Arbeit und Durchhaltevermögen, über den Glauben an seine eigenen Träume und den Mut, sie zu verwirklichen. Im Laufe von sieben Jahrzehnten hat sich Martti Kemppis Vision zu einem wegweisenden Unternehmen entwickelt, das über 800 Schweißfachleute in 17 Ländern beschäftigt.

Kemppi hat die Schweißbranche immer wieder auf‘s Neue überrascht. Das Unternehmen hat erfolgreich Erfindungen und Innovationen geschaffen, die mittlerweile zum Standard für die ganze Branche geworden sind.

Dieser Erfolg wäre ohne qualifizierte Mitarbeiter nicht möglich gewesen. „Unser Großvater hat uns immer gesagt, dass wir Leute einstellen sollen, die besser als wir selbst sind und genau das haben wir getan. Wir haben über 800 erstklassige Profis in Finnland sowie im Ausland. Das ist die Basis, wo wir Talent und Leidenschaft finden, um unsere Kunden auch in Zukunft zu überraschen,” bestätigen Teresa Kemppi-Vasama und Antti Kemppi.

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Alles ist möglich

In das selbe Jahr, in dem Kemppi 70 Jahre alt wird, fällt auch der 100. Geburtstag von Martti Kemppi. Martti Kemppi war ein Tausendsassa. Er strebte immer danach, etwas Neues zu schaffen und genau das ist das Geheimnis, das Kemppi zu dem gemacht hat, was es heute ist: Ein innovatives, wegweisendes Unternehmen, das den Mut hat, zu experimentieren und Grenzen auszuloten. Martti Kemppi glaubte daran, dass alles möglich sei. Er ermutigte seine Mitarbeiter, Kinder und Enkelkinder, Dinge auszuprobieren, ohne Angst vor dem Scheitern zu haben. Dies ist die einzige Möglichkeit, etwas Neues zu schaffen.

Global und doch vor Ort

Kemppis Exportgeschäfte begannen in den 1950er Jahren mit einzelnen Lieferungen in verschiedene Länder, darunter Türkei, Thailand, Vietnam, Tansania, Peru und Chile. In den 1960er Jahren exportierte Kemppi bereits in über 20 Länder mit Schwerpunkt auf Skandinavien und auch Lieferungen in andere europäische Länder nahmen rasch zu. In den 1980er Jahren kamen die Sowjetunion und Australien hinzu, in ganz Europa wurden Tochterunternehmen gegründet und am Ende des Jahrzehntes wurden bereits mehr als 80 % des Umsatzes durch Exporte erzielt. In den 1990er Jahren dehnte das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit auf Asien aus. Derzeit hat Kemppi Tochterunternehmen in 17 Ländern und ein Partnernetz, das sich über mehr als 60 Länder erstreckt.

Wegbereiter

Kemppi ist ein Pionier in der Schweißbranche und ein Wegbereiter beim Lichtbogenschweißen. Das Unternehmen entwickelte die weltweit erste Inverter-Schweißstromquelle, stellte als erster von der analogen auf die digitale Schweißtechnologie um und war der erste Hersteller von Schweißmaschinen, der eine Auszeichnung für das Gerätedesign erhielt. Kemppi ist außerdem ein Vorreiter beim Internet of Things. Das Unternehmen führte die weltweit erste universelle Schweißmanagement-Software sowie digitale Schweißanweisungen (dWPS) ein. Kemppi will auch in den kommenden Jahren Wegbereiter sein und investiert in zukünftige Fachleute, indem das Unternehmen mit Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt zusammenarbeitet.

Ein starkes Familienunternehmen

Jede Generation hat ihre eigene Rolle. Die erste gründete das Unternehmen und schuf eine solide Basis, die zweite baute das Auslandsgeschäft von Kemppi auf. Die dritte Generation gestaltet das Unternehmen zu einem globalen Konzern um. „Wir haben uns nicht mit dem zufriedengegeben, was wir erreicht hatten. Wir wollten schon immer Pioniere und Vorreiter sein", says Teresa Kemppi-Vasama, Chairman of the Board, Kemppi Oy. "If you want to pass the company on in better shape, you must work for it all the time,” continues Antti Kemppi, Chairman of the Board, Kemppi Group Oy.

Entwickler der Invertertechnologie

Kemppi hat seit den frühen 1970er Jahren an der Entwicklung der Invertertechnologie gearbeitet. Die Technologie basiert auf der Erhöhung der internen Frequenz der Maschine auf ein Mehrfaches im Vergleich zur Netzfrequenz. Im Sommer 1977 stellte das Unternehmen die erste Inverter-Schweißstromquelle vor, die für 2,5-4 mm starke Stabelektrodengenutzt werden konnte. Die Technologie wurde später für die Anwendung beim MIG/MAG-Schweißen weiterentwickelt und im selben Jahr wurde Hilarc 250 auf einer Fachmesse eingeführt. Durch die Invertertechnologie konnte Kemppi seine Schweißgeräte mit zahlreichen revolutionären Merkmalen aufwerten: kompaktere Abmessungen, bessere Einstellbarkeit sowie Multifunktionalität.

Von der analogen zur digitalen Technik

Kemppi Pro revolutionierte das Schweißen. Es gab zwei Hauptschwerpunkte: Mikroprozessoren und IGBT-Technologie. Als das Produkt marktreif war und 1993 auf der Essener Fachmesse vorgestellt wurde, war Kemppi das erste Unternehmen weltweit, das von der analogen auf die digitale Schweißtechnologie umstellte. Kemppi Pro war die erste digital gesteuerte Schweißmaschine der Welt. Die Digitalisierung war revolutionär, weil sie nicht nur die flexible Steuerung des Schweißprozesses und den reibungslosen Datenaustausch zwischen Systemeinheiten ermöglichte, sondern auch dafür sorgte, dass die Maschine durch das Herunterladen eines neuen Programms aktualisiert und angepasst werden konnte. Die digitale Steuerung hatte sich zuvor bereits in vielen Bereichen durchgesetzt, allerdings nicht für die Steuerung des Schweißprozesses.

 

Von der Entwicklung technischer Funktionen zum Design

Kemppi stellte die ersten Designer bereits vor Jahrzehnten ein. Die Investitionen, die Kemppi seitdem im Designbereich getätigt hat, sind durch verschiedene internationale Designauszeichnungen belohnt worden. 2006 wurde Kemppi für das innovative Design der Schweißmaschine MinarcMig Adaptive 180 mit der Red-Dot-Auszeichnung prämiert und 2009 hat das Unternehmen für die Schweißmaschine FitWeld 300 und das Zwischenvorschubgerät SuperSnake GT02S jeweils eine Ehrenauszeichnung von der Red-Dot-Jury erhalten. 2012 gewann die Kempact RA-Produktreihe den internationalen iF-Preis für Produktdesign.

Digitalisierung und Internet of Things

Nach der Jahrtausendwende begann Kemppi damit, sein Geschäft von der Ausrüstungsfertigung auf die Bereitstellung von Services und Lösungen auszudehnen. 2008 stellte Kemppi das weltweit erste auf dem IoT-basierende Universal-Schweißüberwachungssystem vor, das Kemppi ARC System. Heute ist das Schweißmanagement-System von Kemppi als WeldEye bekannt. Durch die Erfassung von Parameterdaten der aktiven Schweißmaschinen, verhindert das Programm versteckte Schweißdefekte, erhöht die Effizienz der Produktion und senkt deutlich die Reparaturkosten, die durch Schweißdefekte entstehen.

Man muss Mut haben, um zu experimentieren und Grenzen auszuloten.

Martti Kemppi

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