Kemppi Tattoo auf dem Arm

Menschen

Kemppi Tattoo auf dem Arm

6. Februar 2019

Die Schweißerin Katja Vironen hat nie für Kemppi gearbeitet, trotzdem hat sie sich das Logo des finnischen Schweißgeräteherstellers auf den Arm tätowieren lassen. Warum?

Sonja Airikka

Für sie ist das alte Kemppi-Logo mehr als nur ein Logo. In erster Linie ist es ein Symbol dafür, seinen eigenen Weg zu finden. Als Katja zum ersten Mal einen Schweißbrenner in die Hand nahm und zu schweißen begann, änderte sich ihr ganzes Leben. Nach Abschluss ihrer Ausbildung als Pferdepflegerin lebte sie ohne Ziel in den Tag hinein. Sie fand keine Anstellung als Pferdepflegerin und die Jahre der Arbeitslosigkeit gingen nicht spurlos an ihr vorbei. Als der Berufsberater die damals 23 Jahre alte Katja mehr oder weniger zwang, einen Schweißkurs zu besuchen, nahm sie widerwillig teil. Dem viermonatigen Kurs folgte mehr als ein Jahr des Lernens und Übens.

Zum ersten Mal in meinem Leben tat ich etwas, das mir wirklich gefiel. Ich erlernte rasch die unterschiedlichen Techniken und das Schweißen fiel mir leicht. Je anspruchsvoller das Material, desto besser.
Katja Vironen,Schweißer

Als Katja davon hörte, dass es möglich sei, unter Wasser zu schweißen, wollte sie unbedingt wissen, wo und wie dies funktioniert. „Ich habe an sehr vielen Schulungen teilgenommen, um Berufstaucherin zu werden, und habe zwei Abschlüsse erworben.“ In Finnland gibt es nur drei Frauen, die eine Lizenz für Unterwasserinspektionen besitzen. Noch weniger Frauen haben die gesamte Ausbildung absolviert, um Berufstaucherinnen zu werden.

Legendäre Schweißausrüstung

Welche Geschichte steckt also hinter dem Kemppi-Logo, das auf Katjas Arm tätowiert ist? Katja trat im Jahr 2001 ihre erste Stelle als Schweißerin an. Im Zuge der Rezession 2008 wurde sie erneut arbeitslos. Diesmal war der Verlust des Arbeitsplatzes nicht so schlimm. Jetzt hatte sie nämlich einen Beruf, in dem sie gut war und den sie unbedingt ausüben wollte.

„Das Schweißen hat mich gerettet. Ich wollte dies zum Ausdruck bringen, indem ich mir ein Schweißmotiv tätowieren ließ, und da war Kemppi natürlich naheliegend. Die Schweißmaschinen von Kemppi sind legendär.“

Auch bei Katja zu Hause gab es eine Kemppi-Schweißmaschine. Sie stand das ganze Jahr hindurch im Hof. Trotz Schnee und Regen funktionierte die Schweißmaschine Jahr für Jahr einwandfrei.

„Die Kemppi-Maschine wurde für Arbeiten bei uns zu Hause benötigt. Mein Vater hatte eine Transportfirma und einen Bauernhof. An Samstagen wurden Reparaturen durchgeführt.“ Die Kemppi-Schweißmaschine wurde verwendet, um Pferdekoppeln, LKWs, Traktoren und vieles mehr zu reparieren. Als Katja Vironen später ihr eigenes Auto gekauft und mit ihren Freunden eine Garage gemietet hatte, borgte sie sich an vielen Wochenenden die Kemppi-Schweißmaschine ihres Vaters aus. Wenn Katja nur eine einzige Kemppi-Maschine auswählen dürfte, wäre es die alte MasterTig oder die neuere MasterTig MLS.

„Ich habe mit der MasterTig das Schweißen begonnen. Ich verbinde viele Erinnerungen mit ihr und sie ist noch immer eine ausgezeichnete Maschine. Ich bevorzuge das WIG- und MMA-Schweißen. Mit den MasterTig- und MasterTig MLS-Maschinen kann ich beides.“

Bereit für Herausforderungen

Selbst nach vielen Jahren hat der elektrische Lichtbogen etwas Magisches.

„Ich bin immer ruhelos, aber wenn ich den Schweißbrenner zur Hand nehme, komme ich zur Ruhe.“ Und je anspruchsvoller die Aufgabe ist, umso leichter fällt es Katja, sich zu konzentrieren. In Katjas beruflicher Laufbahn gab es viele anspruchsvolle Aufgaben, an Land, unter Wasser aber auch in großer Höhe. Als das Clarion-Hotel in Helsinki gebaut wurde, war Katja für lange Zeit die einzige Schweißerin, die den Mut hatte, im 16. Stockwerk zu schweißen. Die Arbeit an sich war nicht kompliziert, dafür aber die Umstände umso mehr. Am höchsten Punkt des Gebäudes war es oft windig und manchmal musste die Scherenhebebühne benutzt werden. Zum Glück konnte die Maschine von Kemppi auf der Schulter transportiert werden, sodass sie immer zuverlässig zur Stelle war.

„Ich würde das Schweißen nie an den Nagel hängen, auch wenn ich im Lotto gewinnen würde. Ich würde mir meine eigene Werkstatt kaufen und einfach zum Vergnügen schweißen.“

Natürlich mit Kemppi.

Sonja Airikka
Author

Sonja Airikka

Communications Specialist, Content Marketing at Kemppi Oy until January 2022. Content marketing professional who is interested in branding and the Asian market. Devoted to storytelling, passionate about great content. Managing editor of Welding Value blog 2015-2021.

Weitere Blog-Beiträge

The diversity of welding

The diversity of welding

Joonas Innanen, 27, is one of the newer generation of welders. Although he studied traditional methods of welding from MIG to TIG, he has also adopted new technologies during his career.

Menschen

50 years of partnership between a man and a welding machine

50 years of partnership between a man and a welding machine

In the 1960s, there was a huge shortage of professional welders in Finnish growth centers. That is why Keijo Olkoniemi, whose career as a welder has lasted for almost 50 years, trained to become a welder, a profession which has offered him challenges throughout his career. ”I remember when they said at the dockyard in Hietaniemi, Helsinki that you can bring a train full of skillful employees, and we will hire them all,” Olkoniemi says, laughing.

Menschen

Future welding - as seen by the welders

Future welding - as seen by the welders

In the world of welding, innovation is guided by the needs of both the industries using welding systems, and the individual welders who work with them from day to day. To draw a picture of the future of welding, we asked two welders to give us their insights on the road ahead.

Menschen

Wie Laserschweißen die industrielle Fertigung bis 2035 verändern könnte

Wie Laserschweißen die industrielle Fertigung bis 2035 verändern könnte

Laserschweißen verändert bereits heute, wie schnell Hersteller arbeiten können. Sein größeres Potenzial liegt jedoch in dem, was rund um die Schweißnaht passiert. Von knappen Fachkräften und schnelleren Produktwechseln bis hin zu früherer Qualitätskontrolle und einer besseren Nutzung der Produktionskapazität: Wir zeigen, wie Laser die Fertigung bis 2035 verändern könnte.

Manuelles Schweißen, Innovation

Was 10.000 Schweißnähte über die Produktivität beim Laserschweißen verraten

Was 10.000 Schweißnähte über die Produktivität beim Laserschweißen verraten

Was kostet eine Schweißnaht wirklich? Anhand des Kemppi-Vergleichs von Laser-, MAG- und WIG-Schweißen betrachten wir nicht nur die Schweißgeschwindigkeit, sondern auch Schweißzeit, Schutzgas, Zusatzwerkstoff, Wärmeeinbringung und Nachbearbeitung. Erfahren Sie, wie sich kleine Unterschiede bei hohen Stückzahlen summieren und Kapazität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit beeinflussen können.

Innovation, Manuelles Schweißen

Wie Rapid Welding und Kemppi eine Partnerschaft aufgebaut haben, die Bestand hat

Wie Rapid Welding und Kemppi eine Partnerschaft aufgebaut haben, die Bestand hat

Rapid Welding arbeitet seit der Unternehmensgründung im Jahr 1990 mit Kemppi zusammen. Mitgründer und Geschäftsführer Roy Edwards erläutert die Grundsätze hinter dieser 36-jährigen Partnerschaft: von der Auswahl der richtigen Schweißlösung und der Betreuung der Ausrüstung über ihre gesamte Lebensdauer bis hin zum Umgang mit dem Fachkräftemangel und der Frage, wo Automatisierung und Laserschweißen den größten Nutzen bieten.

Automatisierung beim Schweißen, Manuelles Schweißen, Schweiß-ABC

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie immer aktuelle Nachrichten von Kemppi.

Select contact type

Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, Marketing-E-Mails von Kemppi zu empfangen.

Der Wegbereiter des Lichtbogenschweißens

Kemppi ist das wegweisende Unternehmen in der Schweißbranche. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Qualität und Produktivität des Schweißens durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Lichtbogens zu steigern. Durch eine ressourcenschonende Produktion leisten wir unseren Beitrag für eine grünere Welt. Kemppi liefert nachhaltige hochmoderne Produkte, digitale Lösungen und Service für Profis in Industrie- sowie Handwerksbetrieben. Die Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit unserer Produkte sind unser Leitmotiv, um Ihre Produktivität zu steigern. Unser hochqualifiziertes Partnernetzwerk in über 70 Ländern gewährleistet Unterstützung und Know-how vor Ort. Kemppi hat seinen Hauptsitz in Lahti, Finnland, beschäftigt über 550 Profis in 16 Ländern und verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz von 149 Mio. EUR.

Kemppi – Designed for welders

Copyright © 2025 Kemppi Oy